Robert Nelson ( USA)Experimentalfilme


  Donnerstag, 08.Feb.07
  Veranstaltungsraum
  Experimentalfilme von Robert Nelson ( USA)
(Aus dem Archiv der Internationale Kurzfilmtage Oberhausen)

Lässig, radikal, legendär: Robert Nelsons scharfsinnige und intuitive Arbeiten balancieren immer zwischen formaler Erfindungskraft und ansteckendem Humor.

Die fünf Filme dieses Programms belegen die enorme Bedeutung des Freigeists Robert Nelson als zentrale Figur des New American Cinema der 60er und 70er Jahre

Plastic Haircut USA 1963 . 16mm . b/w . engOV . 16'
The Off-Handed Jape USA 1967 . 16mm . Colour . engOV . 9'
Deep Westurn USA 1974 . 16mm . Colour . engOV . 6'
Oh Dem Watermelons USA 1965 . 16mm . Colour . engOV . 11'
Bleu Shut USA 1970 . 16mm . Colour . engOV . 33'
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  Experimentalfilme von Robert Nelson ( USA)
(Aus dem Archiv der Internationale Kurzfilmtage Oberhausen)

Filmtrickster Robert Nelson ist zweifellos einer der interessantesten Vertreter des New American Cinema der 60er und 70er Jahre. „Einer wie Robert Nelson macht das, womit Designer Ende der 80er in Magazinen das Layout zersägen: Loops, Jump Cuts, Negativ, zerlaufende Farben, verschwommene Bewegungen. Zu den durcheinander geworfenen Collagen gesellt sich immer ein freigiebiges Herumspielen mit Typographie." (Verena Dauerer - DE:BUG)
Beim Experimentieren mit dem Medium Film ist Nelson besonders an dessen Struktur und dem Prozess der Filmentstehung interessiert: „Ich will die technischen Aspekte sichtbar machen und lasse sie zum Teil des Bildes werden. Wenn man zum Beispiel eine Filmrolle aus dem Kopierwerk zurückkriegt, sind im Filmmaterial am Ende Löcher eingestanzt. Das ist das Kodierungszeichen. Das muss man eigentlich abreißen, aber ich verwende es gerne. Auf der Leinwand sieht das aus wie aufsteigende Luftblasen." (Robert Nelson, 2006) Nelsons „No Script"-Haltung befreit ihn bei seiner Arbeit von konzeptionellen Zwängen, lässt überraschende Wendung und absurde Szenen zu, ohne ziellos abzuheben. Scharfsinnig und intuitiv balancieren seine Filme, die teilweise klanglich von Steve Reich bearbeitet wurden, zwischen formaler Erfindungskraft und funkelnd anarchischem Humor.
Der furiose Oh Dem Watermelons, längst ein Klassiker, kritisiert Rassismus, in dem er absurd überzogene Stereotypen darstellt und mit Found Footage mischt.

Plastic Haircut
1963, 16mm, s/w, engl. OF, 16 min
Robert Nelsons Debütfilm, eine vom Dada inspirierte Performance. Tonspur und Bildspur auf getrennten Abwegen.
The Off-Handed Jap
1967, 16mm, Farbe, engl. OF, 9 min
Eine witzige Unterrichtsstunde in sinnloser Gestenschauspielerei.
Deep Westurn
1974, 16mm, Farbe, engl. OF, 6 min
Die dreiste filmische Totenwache für einen Freund.
Oh Dem Watermelons
1965, 16mm, Farbe, engl. OF, 11 min
Wie tötet man eine Wassermelone? Der Klassiker des New American Cinema als Rassismuskritik.
Bleu Shut
1970, 16mm, Farbe, engl. OF, 33 min
Absurde Quizshow - das „Spiel" ist Spaß, Kino zum Mitmachen.
 
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