Die Wunschmaschinen


  Samstag, 19.Apr.08 - Sonntag, 20.Apr.08
  Ausstellungsraum
  Samstag, 19. April 2008, 20:00 (Uraufführung)

Sonntag, 20. April 2008, 19:00



Die Wunschmaschinen


Ein ambisonisches Hörspiel von Marcus Maeder


Nach Anti-Ödipus, Kapitalismus und Schizophrenie I von
Gilles Deleuze und Félix Guattari
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Musik nach Nick Cave, Kraftwerk, Henry Purcell,
Velvet Underground und Richard Wagner.



Cast: Antonin Artaud, Doktor Barat, Ivan Chtcheglov, Guy Débord, Eliza, Doktor Freud,
Leopold von Sacher-Masoch, Wanda von Sacher-Masoch, der Schizo, Daniel Paul Schreber, Doktor Weber.

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Schizo zieht los, um seine Wunschmaschinen zu befreien. Wir schweifen mit ihm umher, durch die Psychogeographie einer Stadt, wo er auf andere trifft, die sich selber Revolution geworden sind in ihrer gesellschaftlichen und schöpferischen Ab- und Entgrenzung: Exzentriker, Schizophrene, Künstler und Schriftsteller - Existenzen auf dem schmalen Grat zwischen Passion und Pathologie.

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Die Wunschmaschinen (Gilles Deleuze und Felix Guattari):
Technische Maschinen funktionieren nur, wenn sie nicht kaputt sind. Im Gegensatz dazu gehen Wunschmaschinen dauernd kaputt, während sie laufen, und tatsächlich laufen sie nur dann, wenn sie nicht ordentlich funktionieren. Die Maschinen stottern, laufen heiß, gehen kaputt, lösen sich in immer wieder neuen Gefügen einer schizophrenen, kapitalistischen Gesellschaft auf, ohne sich verwirklicht zu haben.
Die Wunschmaschinen, verkörperten für die beiden Autoren des «Anti-Ödipus» das Unterbewusste in einer von der Technologie fundamental geprägten Welt.

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Ambisonics-Technologie:
Eine spezielle Surround-Technik, welche dreidimensionale Klangräume erzeugen kann und eine bisher nicht dagewesene Präzision in der Raumverteilung der Klänge ermöglicht.
   detailed description 











 
  Die Wunschmaschinen

Ein ambisonisches Hörspiel von Marcus Maeder

Text nach Anti-Ödipus, Kapitalismus und Schizophrenie I von Gilles Deleuze und Félix Guattari
Musik nach Nick Cave, Kraftwerk, Henry Purcell, Velvet Underground und Richard Wagner.

Cast: Antonin Artaud, Doktor Barat, Ivan Chtcheglov, Guy Débord, Eliza, Doktor Freud,
Leopold von Sacher-Masoch, Wanda von Sacher-Masoch, der Schizo, Daniel Paul Schreber, Doktor Weber.

Wünschen besteht in Folgendem: Einschnitte machen, bestimmte Ströme fließen lassen, Stromentnahmen vornehmen, die Ketten durchschneiden, die sich den Strömen anpassen. (Kapitalismus und Schizophrenie - Gilles Deleuze im Gespräch mit Vittorio Marchetti, Tempi Moderni, in: Die einsame Insel, Suhrkamp, 2003)
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Die Wunschmaschinen, ein Begriff des Philosophen Gilles Deleuze und des Psychiaters Félix Guattari, verkörperten für die beiden Autoren des «Anti-Ödipus» das Unterbewusste in einer von der Technologie fundamental geprägten Welt. Ein Unterbewusstes, welches nicht als Theaterbühne von symbolischen Repräsentationen gesehen wird - die Kritik galt der Psychoanalyse - sondern, politischer verstanden, als eine produzierende Fabrik. Die produktiven, Wirklichkeit produzierenden Wünsche sind Wunschmaschinen, sie sind unser Begehren in der Interaktion mit der Welt. Die Wunschmaschinen sind eine krisenhafte Angelegenheit: Markt und Medien, die Politik wissen die Wunschproduktion zu nutzen, die Psychiatrie behandelt sie in ihrer Entgrenzung als Krankheit. Die Maschinen stottern, laufen heiß, gehen kaputt, lösen sich in immer wieder neuen Gefügen einer schizophrenen, kapitalistischen Gesellschaft auf, ohne sich verwirklicht zu haben.

Einer, der loszieht, um seine Wunschmaschinen zu befreien, ist der Schizo. Wir schweifen mit ihm umher, durch die Psychogeographie einer Stadt, wo er auf andere, weitere trifft, die sich selber Revolution geworden sind in ihrer gesellschaftlichen und schöpferischen Ab- und Entgrenzung: Exzentriker, Schizophrene, Künstler und Schriftsteller - Existenzen auf dem schmalen Grat zwischen Passion und Pathologie.

Das Hörspiel kommt in akusmatischer Form (eine Lautsprecher-Vorführung) zur Aufführung. Dabei kommt die Ambisonics-Technologie zum Einsatz, eine spezielle Surround-Technik, welche dreidimensionale Klangräume erzeugen kann.

[http://www.wunschmaschinen.net]
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Sprecherinnen und Sprecher:

Der Schizo: Sascha Gersak
Artaud: Yves Raeber
Ivan: Oleg Lips
Eliza, Moderatorin, Chor der Apparate: Pilu Lydlow
Sacher-Masoch, Doktor Weber: Ewdard Piccin
Schreber: Jörg Reichlin
Wanda, Doktor Barat, Chor der Apparate: Dagmar Gabriel
Doktor Freud, Guy: Helmut Schüschner
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Produktion: Institute for Computer Music and Sound Technology, Zürcher Hochschule der Künste, Departement Musik. Casting, Locations, Regieassistenz: Bettina Disler. Aufnahmeleitung: Simon Könz. Aufnahmetechnik: Silvan Gretener, Tobias Stritt. Programmierung: Jan Schacher, Philippe Kocher. Ambisonische Beschallung: Peter Färber. Betreuung Kompositionsstudio: Johannes Schütt. Wissenschaftliche Beratung: Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Dr. Bernhard Küchenhoff. Unterstützt durch: Kuhn Rikon AG, Rikon; Phonak AG, Stäfa; Schweizer Radio DRS, Dokumentation und Archiv; Studio für akustische Kunst des WDR, Köln.
 
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