pulp.noir Projekt 5: Dead Sync


  Donnerstag, 04.Dez.08 - Sonntag, 07.Dez.08
  Ausstellungsraum
  4./5./6./7. Dezember 2008
Erste Version: 20 Uhr, zweite Version: 21.15 Uhr.

pulp.noir Projekt 5
Dead Sync:  One small step for a man, one giant leap for mankind

Mediaperformance / Bühneninstallation
für Texter, Musiker und Videosampler
   pulp.noir 
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  pulp.noir:
Die Arbeit der Gruppe pulp.noir verknüpft verschiedene künstlerische Disziplinen – gleich berechtigt, aber auch gleich verantwortlich – zu einer audiovisuellen Polyphonie. Experimentell testet sie die unterschiedlichen Möglichkeiten von Installation, Performance, Konzert und Theater, um vielfältige und neue Verbindungen zwischen Ton, Wort, Bild und Raum herzustellen – und experimentell werden auch neue Technologien eingesetzt, um sie auf ihre künstlerische Aussagefähigkeit hin zu überprüfen.
Musikalisch-assoziativ (statt dramatisch-narrativ) entsteht eine vielschichtige Textur aus heterogenen Fragmenten, und nicht ein logischer Verlauf einer Handlung. Wesentlich ist das Verbinden von Gegensätzen: Komplexität und Einfachheit, Komposition und Improvisation, Kollektiv und Individuum – was sich auch inhaltlich in den Noir-Themen zeigt: das Ringen mit der eigenen Identität und die innere Zerrissenheit des modernen Lebens.

Dead Sync:
Dead Sync folgt den Spuren von Stanley Kubricks 2001: A Space Odyssey und beschäftigt sich mit den Fortschrittsfantasien des Science Fiction-Genres und mit dem radikalen Geschichtsbild von Friedrich Nietzsche. Den Grundton und den Untertitel liefern Neil Armstrongs historischer Schritt auf den Mond und sein euphorischer Funkspruch zur Erde: „That's one small step for a man, one giant leap for mankind."
Die Rede ist von Menschen, die mit Erfindungen, Entdeckungen und Eroberungen unaufhaltsam und rücksichtslos nach vorne drängen und Grosses vollbringen, - und dann vielleicht verwundert feststellen, dass das mühsam Erreichte bald schon überholt ist, dass sich die Spirale des Fortschritts ewig weiter drehen wird: ein Riesensprung für einen Menschen bleibt letztlich ein kleiner Schritt für die Menschheit.
Das Publikum findet sich in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts beim Besuch eines Filmstudios und erlebt vier Spezialisten beim Synchronisieren, Vertonen und Editieren ihres epochalen Sci Fi-Meisterwerks. Doch schon bald wird klar: was für die einen state-of-the-art ist, erscheint den andern (und nicht nur den Besuchern aus der Zukunft) längst überholt. Lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt?

Performance:
Die Performance dauert ca. 1 h und wird nach einer kurzen Pause wiederholt - erstens um das Erreichte zu überwinden, und zweitens weil beim (fakultativen) Besuch zweier Sets das Prinzip der Improvisation besonders deutlich wird. Denn die Performer spielen innerhalb einer komponierten Struktur möglichst freie Variationen und lassen so den Zufall mitspielen. Wie in der Geschichte der Evolution, die dem Projekt als Leitfaden dient, ist eine genaue Wiederholung weder möglich noch erwünscht.

Text/Video-Performance: Kenneth Huber, Yoshii Riesen
Musik/Video-Performance: Marius Peyer, Christian Rösli
Konzeption, Gesamtkomposition: Thomas Fischer
Realisation, Produktion: Julia Maria Morf
Sounddesign: Thomas Winkler
Softwareentwicklung: Pe Lang
Requisiten: Jens Burde, Nicholas Winter
Videolettering, Grafik: Roland Hausheer
Tonkonzeption: Gabriel Bachmann
Assistenz: Grit Röser

 
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