Susan Hefuna: Life in the Delta & Via Fenestra


  Freitag, 14.Nov.08 - Samstag, 22.Nov.08
  Projektraum
  Videoinstallationen

Vernissage: 14. Nov. 08, 19 h
Finissage: Samstag, 22. Nov. 08, 19 h
  Susan Hefuna 
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 Life in the Delta (l.) & Via Fenestra (r.)

 Life in the Delta

 Via Fenestra



 Life in the Delta (l.) & Via Fenestra (r.)

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  In der Arbeit "Life in the Delta", wirft Susan einen subjektiven Blick auf jenen Ort, der Teil ihres persönlichen Erbes ist; ein Ort, zu dem sie gehört und der ihre Persönlichkeit und Identität mitgeformt hat. Rose Issa schreibt über diese Arbeit:
"Susan Hefunas Arbeit handelt von Entwurzelung (displacement). Sie erzählt von der Komplexität eines interkulturellen Dialogs. Im Mittelpunkt stehen Fragen über Identität und Repräsentation des ägyptischen Volkes und der ägyptischen Frauen in der deutschen Diaspora. Hefuna spielt in ihrer Arbeit mit den unterschiedlichen kulturellen Codes und mit dem Umstand, dass es keinen "unschuldigen" Blick geben kann - er ist immer schon kulturell konditioniert. Bei all diesen komplexen und vielschichtigen Erfahrungen - und insbesondere in der Spannung, die Hefuna, ausgebildet an deutschen Kunsthochschulen und mit deutschem/westlichem Denken vertraut, hinsichtlich der Stereotypen über moslemische Frauen im Westen empfindet - hinterfragt sie die Präsentation von und die Sichtweise auf ägyptische Kultur und wie sie selbst sich in ihrer deutschen wie ägyptischen Diaspora einordnet." Als Gegenüber zu den Aufnahmen aus Kairo ("Life in the Delta") präsentiert die Künstlerin im Kunstraum Walcheturm das Video "Via Fenestra", das 2006 in Frankfurt an der Oder gedreht wurde. Die zwei urbanen Aussenräume und der jeweilige Umgang mit ihnen werden einander gegenübergestellt. Städtischer kultureller Raum in Frankfurt und ägyptischer Lebensraum treffen aufeinander.

Susan Hefuna wuchs als Tochter eines ägyptischen muslimischen Vaters und einer deutschen katholischen Mutter abwechselnd in beider Heimat auf. So erwarb sie schon früh den Blick für das Fremde und das Vertraute, das sich im Leben und in der Arbeit der Künstlerin auf subtile Weise kreuzt. Susan Hefuna bleibt in ihrer ägyptischen Heimat doch eine exotische Migrantin. Aus der Sicht der Außenseiterin erforscht sie ihre eigene visuelle Vergangenheit und befragt dabei die kulturellen Codes, die zur Wahrnehmung des Alltäglichen eine vertraute Bedeutung liefern. Sie lenkt den Blick auf die Grenzen zwischen Fremdheit und Identität, die in der globalisierten Welt immer brüchiger werden, und schafft damit einen sehenswerten Beitrag zum Dialog der Kulturen.
 
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