Ausstellung: Brachland 1


  Donnerstag, 20.Okt.11 - Samstag, 19.Nov.11
  Ausstellungsraum
  Freitag 21. Oktober - Samstag 19. November

Alain Kupper, Bob Gramsma, Christina Hemauer & Roman Keller, Christian Waldvogel und andere


Öffnungszeiten:

Mittwoch-Freitag: 14-18 Uhr
Samstag: 14-17 Uhr

Das Programm des Kunstraum Walcheturm wird unterstützt von der Ernst und Olga Gubler-Hablützel Stiftung, der Fondation Nestlé pour l'Art und Stadt Zürich Kultur.
  Alain Kupper 
  Bob Gramsma 
  Christina Hemauer 
  Roman Keller 
  Christian Waldvogel 
  vernissage Donnerstag, 20.Okt.11, 19.00
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  Brachland? Brachland ist ein Wort, das Platz macht im Kopf. Brachland ist Katastrophensehnsucht, Ruinen, Umweltschäden, Immobilienkrise, Reset-Knopf, Atemraum. Brachland ist Restfläche in einer Umgebung die sich der totalen Ausnutzung verschrieben hat. In der Landwirtschaft spricht man von Brachliegenlassen, wenn aus wirtschaftlichen oder regenerativen Gründen ein Grundstück eine Weile nicht bestellt wird. Nur das vergessene Brachland ist aus dem Schneider. Lucius Burckhardt spricht 1980 vom Niemandsland als Produkt von Planung: "ohne Planung kein Niemandsland. Aber wenn die Planer merken, dass sie das Niemandsland geplant haben, ist es aus mit dem Niemandsland." Ungeplante Unproduktivität ist unaussprechlich. Brachland hingegen ist Trend, es ist die Voraussetzung für Kreativität, das wissen alle. Künstler_innen beziehen Ateliers auf dem Brachland, das zum Engagement von Unternehmen gehört. Bürgerliche Romantiker suchten Brachland in der "Fremde", die einen hohen Preis dafür zahlte. Brachland ist anderswo, aber wer kann sich schon eine Rakete leisten und gebaut werden sie heute auch nicht mehr. Auf dem Brachland wächst es wild, Gräser zunächst, Disteln, Stauden und sogar Gebüsch. Brachland kratzt im Hals.
 
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