Jaap Pieters Super 8 Films From Amsterdam


  Mittwoch, 08.Sep.04
  Jaap Pieters und seine etwas anderen Super-8-Filme: Frozen Time - Das besondere im Alltäglichen

Seit 15 Jahren dokumentiert der Holländer Jaap Pieters mit seiner Super-8-Filmkamera die Menschen und das Leben auf den Strassen von Amsterdam. Seine Kurzfilme fokussieren auf das Besondere im Alltäglichen, auf gestrandeten Existenzen am Abgrund.

Die dreiminütigen Kurzportraits von Menschen am Rande der Gesellschaft stammen von einem, der ganz genau hinsieht. Jaap Pieters beobachtet das hektische Treiben vor seiner Amsterdamer Haustür mit einer Super-8-Filmkamera und zeigt seine eindrücklichen, tragisch-komischen Filme diesen Sommer auf einer Tour durch die Schweiz im Kunstraum Walcheturm.
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 Jaap Pieters



 

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  Jaap Pieters, geboren 1955, wuchs Mitte der 70er-Jahre hinein in die Punk-Szene Amsterdams. Ende der 80er-Jahre kaufte sich Pieters seine erste Super-8-Filmkamera und begann sein Umfeld auf Filmmaterial zu bannen. Der Film, der sein Leben für immer veränderte, war "De Blikjesman" (Der Blechdosenmann, 1991), in welchem Pieters zum ersten Mal einen Menschen auf der Strasse von Amsterdam porträtierte; in einem Stil, der zu seinem unverkennbaren Markenzeichen werden sollte: 3 Minuten und 20 Sekunden dauert eine Super-8-Filmkassette und genauso lange begleiten wir als Zuschauer einen uns fremden Mann, der in einem scheinbar neurotischen Wahn leere Blechdosen vom Boden aufsammelt. Während er dies tut, verliert er gleichzeitig aus den Löchern seiner Jackentaschen Dosen, ohne dies zu bemerken.

"Der Blechdosenmann" markierte für Pieters den Beginn einer neuen Laufbahn. In den folgenden Jahren widmete er sich als freier Filmemacher hauptzeitlich dem Dokumentieren von Menschen und Begebenheiten auf den Strassen seiner Stadt. Pieters fokussiert auf Menschen, ohne diese bloss zu stellen sondern stets mit einem respektvollen Blick auf ihre Existenz.

Jaap Pieters feierte mit seinen unprätentiösen Portraits Ende der 90er-Jahre erste Erfolge an Kurzfilmfestivals in Deutschland. Im letzten Jahr war er im Programm des internationalen Filmfestival in Rotterdam vertreten und in Hamburg verlieh ihm ein Veranstalter den Namen "Das Auge von Amsterdam", der ihm bis heute anhaftet. In dieser Zeit entstanden auch eine Handvoll Filme, die auf Pieter'sche Art das Leben in der Schweiz portraitieren.
 
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