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Donnerstag 05.03.2026   20:00 - 23:00

Close Encounters Festival

Programm:

Girogi Koberidze: MurMur (Klanginstallation & Performance)
Alexandre Kordzaia: Speedrun (Videogame Konzert/Performance)
Stones: Karolina Öhman (Cello), Tamriko Kordzaia (Klavier)

Seit zwanzig Jahren setzt sich das schweizerisch-georgische Festival Close Encounters für Begegnung und Kollaborationen, für experimentelle Spiel- und Denkräume ein. Es ermöglicht den intensiven Austausch zwischen den beteiligten Musiker*innen – über geographische Distanzen, aber auch über Szenen und Stile hinweg: in der Schweiz wie in Georgien positioniert sich Close Encounters bis heute entschieden quer zu institutionellen, stilistischen und szenebezogenen Markierungen und verbindet dadurch auch unterschiedlichste Publika.

Tickets reservieren per Mail mit Datum, Name und Anzahl Tickets an reservation@walcheturm.ch
Türöffnung und Abendkasse ab 30 Min. vor Veranstaltungsbeginn, reservierte Tickets bitte spätestens 15 Min. vor Veranstaltungsbeginn abholen.
Nur Barzahlung möglich.

 

Girogi Koberidze: MurMur

Klanginstallation & Performance von Giorgi Koberidze

Giorgi Koberidze ist als Komponist gleichermassen in akustischen wie in elektronischen Gefilden zu Hause, und nicht zuletzt hat er die Musik mehrerer erfolgreicher georgischer Filme der letzten Jahre komponiert, etwa für den im vergangenen Sommer in Locarno mit einer Special Mention ausgezeichneten Film »Dry Leaf«. MurMur ist eine neue installative Arbeit von ihm, die bereits in Georgien Teil des Close Encounters-Programms war. Für die Installation hat er mehrere Tonglocken gegossen, die er als Lautsprecher benutzt. Daraus erklingende, fein auskomponierte Tonspuren schaffen über rund 40 Minuten hinweg einen intimen Raum des Zuhörens und der Reflexion über Verlust, Verfall und Bewahrung. Die Klänge von MurMur sind reich an Geschichte, machen aber gerade die Zerbrechlichkeit von Herkunft und Erinnerung hörbar.

 

Alexandre Kordzaia: Speedrun

Videogame Konzert/Performance von Alexandre Kordzaia 

Mit Speedrun wird Alexandre Kordzaia – eine zentrale Figur der georgischen Elektronik-Szene – ein aussergewöhnliches Projekt vorstellen: Er hat eine Spielumgebung entwickelt, die sowohl Computer-Game als auch eine Art Kompositionstool ist. Wirkt Speedrun auf den ersten Blick wie ein konventionelles 2D-Platform-Spiel, in dem die Spieler*innen eine Figur durch Hindernisse und Landschaften steuern, so erweist sich jede Bewegung, jeder Sprung und jedes gelöste Rätsel zugleich als musikalische Entscheidung, die Töne, Harmonien und Klangtexturen zu einer Komposition fügt. Speedrun verwischt damit die Grenzen zwischen Komponist*in, Interpret*in und Spieler*in und ist auch eine spielerische Reflexion kreativer Handlungsmacht.

Speedrun wird realisiert in Kooperation mit dem niederländischen Ensemble Het Muziek.

 

Stones

Karolina Öhman (Cello), Tamriko Kordzaia (Klavier)

Die Zusammenarbeit von Karolina Öhman und Tamriko Kordzaia hat bereits eine lange und erfolgreiche Geschichte. Manchen Konzertbesucher*innen wird ihr so physisches wie hochpräzises Spiel, das jegliche Idee von klassischer Virtuosität in hochenergetischen Klangfeldern verdampfen lässt, in bester Erinnerung geblieben sein. In ihrem Programm ‚Stones‘ treffen Komponistinnen aus dem Kaukasus – aus Georgien, Armenien und Aserbeidschan – aufeinander. Und welch vielschichtige, reichhaltige, widersprüchliche und spannungsvolle Region mit dem Programm in den Fokus gerückt wird, wird vielleicht auch dann deutlich, wenn man einen Schritt über diese Region hinaus macht: Von Tiflis aus ist man mit dem Auto in einem Tag im Iran, und so ist mit Nava Hemyari auch eine persische Komponistin in dem Programm vertreten:

Aregnaz Martirosyan (ARM, *1993): Francium (2025) für Cello solo

Rahilia Hasanova (AZE, *1993): GavalDash (2018) für Cello und Klavier

Nava Hemyari (IRN, *1993): Neues Werk für Cello und Klavier

Russudan Meipariani (GE, *1975): Hoquett (2023/25) Version für Cello und Klavier