Nouvel Ensemble Contemporain (NEC) Porträt ©PabloFernandez

Konzert

Samstag 26.09.2026   20:00 - 22:00

Ensemble LE NEC

Programm:

Charlotte Torres (1979)
Dans l’ombre de Franz (2017)
für Violine, Flöte, Klarinette, Violoncello, Klavier

Bára Gísladóttir (1989)
Tif (2015)
für Klavier, Klarinette, Violine, Violoncello

Elena Mendoza (1979)
Grámatica de lo indecible (2008–09)
für Klavier, Saxophon, Schlagzeug, Violine, Violoncello, Flöte, Klarinette

Hekmat Homsi (1994)
Neues Werk (2026)
für Klavier, Saxophon, Schlagzeug, Violine, Violoncello, Flöte, Klarinette

Brigitta Muntendorf (1982)
Shivers on Speed (2011)
für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello, Klavier

Leitung: Lars Mlekusch


Tickets reservieren per Mail mit Datum, Name und Anzahl Tickets an reservation@walcheturm.ch
Türöffnung und Abendkasse ab 30 Min. vor Veranstaltungsbeginn, reservierte Tickets bitte spätestens 15 Min. vor Veranstaltungsbeginn abholen. Nur Barzahlung möglich.

 

Zwischen Stille und Klang – ein musikalischer Weg zu dem, was Sprache nicht benennen kann
Dieses Programm ist inspiriert von einer Überlegung Ludwig Wittgensteins über das Unaussprechliche – das, was geheimnisvoll und schwer zu fassen ist, aber die Grundlage bildet, auf der das Sagbare überhaupt Sinn erhält. Die Komponistin Elena Mendoza versteht dieses Konzept als zentral für ihre künstlerische Arbeit: sich dem zu stellen, was sich nicht sagen lässt, Ordnung und Form zu finden, ohne die Freiheit des Ausdrucks einzuschränken, und durch Musik zu kommunizieren, selbst dann, wenn die Sprache versagt.

Auf dieser Grundlage entfaltet sich ein kontrastreicher musikalischer Weg, in dem jedes Werk das Unaussprechliche durch Spannung, Meditation, Stille oder Energie erfahrbar macht. Das Publikum begegnet zunächst der satirischen Spannung von Dans l’ombre de Franz von Charlotte Torres, danach der meditativen Klangwelt von Tif von Bára Gísladóttir. Das Werk von Elena Mendoza, das dem Projekt seinen Titel gibt, ordnet Chaos und Stille, um hörbar zu machen, was sich der Sprache entzieht, während das Stück von Hekmat Homsi neue Perspektiven auf bereits erforschte Klangwelten eröffnet. Schließlich weichen Leere, Reduktion und Abstraktion der Geschwindigkeit und Intensität von Shivers on Speed von Brigitta Muntendorf.

Das Programm zielt nicht darauf ab, endgültige Antworten zu geben, sondern lädt zum Nachdenken ein und bietet eine Begegnung mit dem Unfassbaren, Irrationalen und Intangiblen, das jede künstlerische Praxis durch Form und Erfahrung wahrnehmbar zu machen versucht.