Konzert
Samstag 24.10.2026 20:00 - 22:00
Ensemble Tzara #1: Jannik Giger - Endless Love
Das Porträtkonzert des Ensemble Tzara zeigt Jannik Gigers Erforschung historischer Klangfragmente, Probeaufnahmen und der Frage nach der perfekten Aufführung. Die reine Bläserbesetzung macht seine Themen – Atem, Mikrotonalität, verfremdete Klangmaterialien und musikalische Kommunikation – unmittelbar hörbar.
Ensemble Tzara
Murat Cevik, Flöten
Martin Sonderegger, Klarinetten
Barbara Aeschbacher, Saxofon
Olivia Palmer-Baker, Fagotte
Christoph Luchsinger, Trompete
Samuel Stoll, Horn
Luca Zeller, Klangregie
Jannik Giger, Komposition und Film
Programm
Treibjagd (2022)
Sunday Lovers (2016)
Contaminare (2013)
Addio (2026)
Endless Love* (2025)
* aus Belcanto Soundsystem, eine dreiteilige live-Performance aus einem Projekt vom Ensemble Tzara aus der Saison 24/25, kuratiert von Benedikt Wyss.
Eintritt: CHF 25.- / 15.-
Tickets reservieren per Mail mit Datum, Name und Anzahl Tickets an reservation@walcheturm.ch
Türöffnung und Abendkasse ab 30 Min. vor Veranstaltungsbeginn, reservierte Tickets bitte spätestens 15 Min. vor Veranstaltungsbeginn abholen. Nur Barzahlung möglich.
Das Porträtkonzert zeichnet die langjährige künstlerische Zusammenarbeit zwischen dem Komponisten Jannik Giger und dem Ensemble Tzara nach. In reiner Bläserbesetzung entfaltet sich ein Panorama seines Schaffens: von audiovisuellen Arbeiten über hybride Film-und-Ensemble-Formate bis hin zu kammermusikalischen Originalwerken. Die ungewöhnliche Konzentration auf Blasinstrumente schafft dabei ein gemeinsames Klangfeld, in dem unterschiedliche Facetten seiner Musik aufeinandertreffen und sich verdichten.
Jannik Giger sammelt Versatzstücke historischer Musik, die er in seinen Installationen und Kompositionen sampelt, verfremdet und neu zusammensetzt. Seit Jahren beschäftigt er sich mit den oft verborgenen Prozessen des Musikmachens und rückt dabei auch das in den Vordergrund, was üblicherweise ausserhalb der fertigen Aufführung bleibt. Probeaufnahmen, verworfene Takes und historische Tondokumente werden zum Material für melancholisch-kontemplative Klangräume. Darin hinterfragt Giger die Vorstellung einer perfekten Aufführung ebenso wie Hierarchien zwischen Autor, Interpret:innen und Institutionen sowie die mediale Produziertheit klassischer und Neuer Musik.