Konzert
Mittwoch 21.10.2026 20:00 - 22:00
Glenn Jones - Liam Grant - Son of Buzzi
Glenn Jones, Liam Grant und Son of Buzzi präsentieren drei Perspektiven der zeitgenössischen American Primitive Guitar. Jones, Mitbegründer von Cul de Sac, prägt das Genre mit klar konturierten, erzählerischen Kompositionen und einer präzisen Fingerstyle‑Sprache. Grant verbindet die Takoma‑Tradition mit weit ausgreifenden, fast symphonischen Gitarrenbildern. Son of Buzzi entwickelt langsam entfaltende, meditative Kompositionen, die an der Grenze zwischen Wachen und Traum wirken.
Glenn Jones (USA) - Solo Akustik Gitarre, Banjo
Eintritt: CHF 25.- / 15.-
Tickets reservieren per Mail mit Datum, Name und Anzahl Tickets an reservation@walcheturm.ch
Türöffnung und Abendkasse ab 30 Min. vor Veranstaltungsbeginn, reservierte Tickets bitte spätestens 15 Min. vor Veranstaltungsbeginn abholen.
Nur Barzahlung möglich.
Glenn Jones hat als Mitglied mit der Post-Rock Band Cul de Sac bereits Mitte der 90er-Jahre ein Album mit John Fahey aufgenommen – lange bevor einer nachwachsenden Generation, die heute auch schon grauen Schläfen hat, bekannt wurde, wer John Fahey war. Ein paar Jahre nach dessen Tod begann Glenn Jones‘ musikalische Karriere in der Nachfolge des Urhebers des so genannten American Primitive. Seitdem hat er ein knappes Dutzend Alben instrumentaler, akustischer Gitarrenmusik aufgenommen, und in den vergangenen Jahrzehnten eine treue Fangemeinde um sich geschart. Aus dem Schatten Faheys ist Glenn Jones längst herausgetreten und zählt seit langem selbst als Veteran des Genres und Meister seines Instruments.
In Europa ist Glenn Jones trotzdem wenig auf Bühnen gesichtet worden, die er sich in den USA in der jüngeren Vergangenheit regelmäßig mit Liam Grant teilte. Der könnte beinahe schon sein Enkel sein, in biographischer wie musikalischer Hinsicht. Liam Grant gehört der neueren Generation von Gitarristen an, die sich der Fortführung und Aktualisierung des American Primitive oder – weiter gefasst – dem akustischen Gitarrenspiel mit offenen Stimmungen widmen. Im Vergleich zu Jones ist Grants Herangehensweise stürmischer und direkter, Stücke wie „Palmyra“ von seinem zweiten Soloalbum „Prodigal Sun“ klingen wie Field-Recordings aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Liam Grant fackelt in der Regel nicht lange, und weiß sein Publikum mit hypnotischem Gitarrenspiel für sich einzunehmen.
Ebenfalls hypnotisch aber deutlich ruhiger fällt Sebastian Bischoffs Ansatz, Gitarre zu spielen, aus. Ergänzt um elektronische Elemente entwickeln sich die Kompositionen, die er unter dem Namen Son of Buzzi veröffentlicht, langsam und entfalten ihre meditative Wirkung an der Grenze zur Wahrnehmung zwischen Wachen und Traum. Ein Ton, dann noch einer, hier und da eine folge zarter Akkorde, dazu elektronisches Knistern – so entsteht Spannung durch sorgsam gesetzte Pausen, die kennzeichnend sind für den Sound of Buzzi.