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Projekt

Donnerstag 06.02.2020 – Freitag 07.02.2020

Screening: Urban Stories - The City as Inspiration, Motif and Imagination

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präsentiert Videokunst aus der Schweiz und Brasilien

Videokunst von:
Peter Aerschmann, Seline Baumgartner, Giselle Beiguelman, Denise Bertschi, Daria Blum, Françoise Caraco, Chalet5, Marcos Chaves, collectif_fact, Dias & Riedweg, Quynh Dong, Aurèle Ferrier, Catherine Gfeller, Marianne Halter & Mario Marchisella, Nicole Hoesli, Susanne Hofer, Silvan Kälin, Dirk Koy, Georgette Maag, Kika Nicolela, Christoph Oertli, Elodie Pong, Doris Schmid, Veronika Spierenburg, Lena Maria Thüring

Kuratiert von:
Bruno Z'Graggen, Kurator VIDEO WINDOW, Zürich
https://brunozgraggen.ch/video-window/

Programm

Dauer: je 90 Min.

Eintritt frei

Die Videokunstplattform VIDEO WINDOW präsentiert ein neues facettenreiches Screeningprogramm zum Thema Grossstadt mit dem Titel «Urban Stories». Das internationale Programm vereint 33 Videowerke von 25 bekannten Kunstpositionen, davon 21 aus der Schweiz mit Schwerpunkt Zürich sowie vier aus Brasilien. Die Schauplätze liegen bis auf zwei Ausnahmen fern der Schweiz, global verstreut in Europa, in den USA, in Brasilien, Südafrika, Indien oder in China.

Die Gesamtlänge des Programms beträgt 180 Minuten. Die Beiträge werden aufgeteilt an zwei Abenden gezeigt und gewähren Einblicke in aktuelles Videokunstschaffen. Ein spannungsvoller Ablauf verbindet eine Vielfalt an Genres und Themen: Dokumentarische und konzeptuelle Ansätze, Fiktion mit Nähe zum Film, Performance, Tanz, Musikclips sowie Animation. Die Videos erzählen auf einer globalen Ebene beispielhaft von urbanen Lebenswelten, Architektur, Stadtentwicklung und -landschaften, Umwelt und öffentlicher Raum, Mobilität, Alltag, Arbeit, Wohnen und Konsum und stellen Fragen zu sozialer und kultureller Identität, Erinnerung, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen mit Blick auf unsere Zukunft.

Videokunstschaffende sind heute ebenso wie die Filmpioniere am Anfang des Films ästhetisch fasziniert vom Kosmos Grossstadt. Dieser dient ihnen als weitläufiges Beobachtungsfeld, unerschöpflicher Motivfundus oder bühnenhafter Schauplatz. Vergleichbar mit dem Film scheint das Medium Video mit bewegtem Bild, Tonspur und Technik für Montage prädestiniert zu sein für die Darstellung der dynamischen urbanen Realität. Das Interesse der Kunstschaffenden dafür nahm zu, als Video Ende der 1990er Jahre dank der digitalen Entwicklung zugänglicher und das Arbeiten ausserhalb des Studios einfacher wurde. Zugleich führte die stark beschleunigte Urbanisierung global zu einer erhöhten Bedeutung der Grossstädte. Heute sind Städte weltweit die wichtigste Siedlungsform. Im Jahr 2050 wird Zweidrittel der Weltbevölkerung in Städten leben.

VIDEO WINDOW ist eine nomadische Plattform für Videokunst mit Basis in Zürich unter der kuratori­schen Leitung von Bruno Z'Graggen. Sie vermittelt Videokunstschaffen in Form von Screenings, Künstler­gesprächen und Ausstellungen mit Fokus auf Kunstschaffende, die in der Schweiz leben. Grossstädte sind ein persönliches Forschungsfeld des Kurators.

Bild: Dirk Koy, The City, 2010