Konzert
Freitag 14.11.2025 19:30 - 22:00
Generator #75: Domizil & ICST - 20 Jahre Jubiläum
Das Institute for Computer Music and Sound Technology (ICST) feiert sein 20-jähriges Bestehen.
Programm:
Daniel Bisig / Philippe Kocher – Trails II (2013)
real-time generated video and audio | ca. 11’
Martina Buzzi – Totengeläut (2024)
Fixed Media · 8-Channel | 10’
Olga Kokcharova – Sculpting The Arch. Alteration. (2022)
Fixed Media · Ambisonics · 8-Channel Version | 15’ (excerpt)
Martin Neukom – Studies 41.2, 41.5d und 41.6a (2024)
Fixed Media · Ambisonics · 8-Channel | 10’ · Uraufführung
Pause
Marcus Maeder – Dissipative Structures: Structure b) (2025)
Live Performance · Modular-Synthesizer · 4-Channel | 15’ · Uraufführung
Christoph Brünggel – Of Cybernetic Monoliths and Flowing Turbulences (2025)
Fixed Media · 8-Channel | 15’
Noémi Büchi – Reality is the Shining of a Gem through the Chink of a Door (2025)
Live Performance | 15’
Eintritt frei
Ein Abend aktueller elektroakustischer und algorithmischer Kompositionen. Die Werke thematisieren auf unterschiedliche Weise die Beziehungen zwischen Klang, Struktur und Wahrnehmung – von algorithmisch erzeugten Prozessen über klangliche Materialstudien bis zu immersiven Ambisonics-Kompositionen und Live-Performances.
Daniel Bisig und Philippe Kocher eröffnen den Abend mit Trails II (2013), einer in Echtzeit generierten audiovisuellen Arbeit, deren Struktur auf Schwarmalgorithmen basiert. Sie erforscht die Zusammenhänge zwischen synchronen Prozessen und Wahrnehmung.
In Totengeläut (2024) untersucht Martina Buzzi die Resonanz von Klang und Erinnerung anhand einer minimal bearbeiteten Aufnahme einer alten Glocke, deren Nachhall zu einem poetischen Fragment wird.
Olga Kokcharovas Sculpting The Arch. Alteration. (2022) entstand aus Feldaufnahmen in einem Tessiner Waldreservat. Die Ambisonics-Komposition macht mikroskopische Klangbewegungen hörbar und thematisiert die Vitalität natürlicher Materialien.
Mit Studies 41.2, 41.5d und 41.6a (2024) präsentiert Martin Neukom drei Untersuchungen zur Beziehung von harmonischen Strukturen, Frequenzverhältnissen und räumlicher Bewegung im Mehrkanalformat.
Nach der Pause folgt die Uraufführung von Marcus Maeders Dissipative Structures: Structure b) (2025). In einer Live-Performance mit Modularsynthesizer erforscht er Prozesse der Selbstorganisation und Energieumwandlung als musikalische Form.
Christoph Brünggel’s Of Cybernetic Monoliths and Flowing Turbulences (2025) nimmt akustische Phänomene von Energieinfrastrukturen auf und transformiert sie zu einer mehrschichtigen Klanglandschaft, in der technische und organische Prozesse aufeinandertreffen.
Den Abschluss bildet Noémi Büchi mit Reality is the Shining of a Gem through the Chink of a Door (2025), einer elektroakustischen Live-Komposition über Fragmentierung, Stimme und Wahrnehmung, die klangliche Oberflächen als schwebende Zustände erfahrbar macht.